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Gaia-Oasis Europa - Centre for Awakening



Angebote - Meditation

Das Wort Meditation bedeutet erwägen, reflektieren, kontemplieren, (tief) nachdenken. Wir haben festgestellt, dass viele Menschen und viele Glaubenssysteme behaupten, dass Meditation bedeutet, nicht zu denken. Vielleicht gibt es hier eine andere Perspektive:
Unsere Gedanken steigen ununterbrochen aus dem Wurzelgrund unserer inneren Wünsche, Konflikte und unseres reaktiven Geistes usw. auf. Natürlich ist es gut, etwas Disziplin zu üben und sich zum Beispiel auf den Atem zu konzentrieren. Das stärkt nicht nur den Willen sondern hat auch Klarheit als Ergebnis, so als ob man ein Wasser-Erde Gemisch sich setzen lässt. Plötzlich siehst du viele Dinge in deinem Leben um einiges klarer und du kannst besser spüren, was für dich wichtig ist und was deine Prioritäten sind.

Jedoch dies verändert noch nicht den Wurzelgrund aus dem die Gedanken aufsteigen, unseren Charakter, unsere Konditionierungen, unsere ungesunden Gewohnheiten mit denen wir unseren Erfolg und unser Glück im Leben sabotieren. Es beseitigt nicht die Schmutzansammlung auf dem Grunde des Glases, die nur darauf wartet bei nächster Gelegenheit wieder aufgerührt zu werden, z.B. wenn unser Partner die falschen Dinge sagt, zum Beispiel. Um uns wesentlich zu ändern müssen wir uns selbst reflektieren, uns selbst gut kennenlernen, und dann müssen wir eine weisheitliche Unterscheidung anwenden und erwägen, was ist gut für uns und was ist nicht gut für uns. Ein Gesetz des Bewusstseins ist, dass unser Charakter durch unsere eigenen Bewertungen gebildet wird. Ein anderes Gesetz ist das Gesetz von Saat und Ernte oder von karma (Wirken) und karma phala (das Gewirkte): Was immer wir initiieren wird zu uns zurückkehren, Energie geht nicht verloren, im Gegenteil, es kehrt zu seinem Ursprung zurück.

Hier ist ein Beispiel um das zu erläutern:
Vielleicht hatten wir irgendwie gelernt, dass es gut und notwendig ist, Ellbogen zu gebrauchen. Wir bewerteten dies positiv, weil es von einer subjektiv vertrauenswürdigen Quelle kam (1. Gesetz: Charakterbildung). Diese Haltung bewirkt nun allerdings Brüche in unserem Leben und nicht Freundschaft und Einheit, so dass wir uns am Ende einsam oder so fühlen (2. Gesetz, die Grobheit kehrt zu uns zurück), auch wenn wir die Meinung haben, dass es richtig und gut ist, Ellbogen zu benutzen, und auch wenn wir uns schon daran gewöhnt haben so zu sein. Wir haben festgestellt, dass man sich der Brüche und der unterschwelligen schlechten Gefühle, zum Beispiel während man seine Ellbogen gegen andere einsetzt oder der schlimmen Folgen in der Umgebung für einen selbst und für die anderen, ja sogar für das eigene vegetative System, nur durch REFEKTION bewusst wird! (Das kann natürlich Selbstreflektion sein oder eine Reflektion von anderen, wenn wir offen dafür sind, zuzuhören). Wenn wir bemerkt haben, dass Ellbogen benutzen nicht so eine großartige Haltung für ein glückliches Leben ist, werden wir anfangen, uns nach besseren Vorgehensweisen umzuschauen, wir werden unser Unterscheidungsvermögen benutzen. Vielleicht kommen wir zu dem Schluss, dass es sich viel besser anfühlt, kooperativ zu sein, Mitgefühl zu entwickeln und liebevoll zu handeln. Vielleicht bemerken wir, dass einige Mitmenschen unser Verhalten wirklich schätzen, vielleicht fangen ein paar Freundschaften an sich zu entwickeln...
Dies war ein Beispiel für Meditation in seiner ursprünglichen Bedeutung: Reflektiere dich! Selbstreflektion initiiert eine andere Bewertung und dies initiiert Veränderungen, wir verwerfen, was wir als Schmutz erkennen.

Wir können sagen, dass es drei Stadien der Meditation gibt:
Das erste Stadium ist sich selber zu reflektieren einschließlich weises Unterscheidungsvermögen zu benutzen. Dies verändert unseren Charakter, den Wurzelgrund unserer Gedanken. Wir werden dadurch klarer, ruhiger, leichter und leuchtender, wir fühlen uns glücklicher!
Das zweite Stadium ist, in der Kontemplation über Mitgefühl, Verständnis oder unsere Fortschritte in unserer Entwicklung zu kontemplieren, über die Schönheit des Gebens oder den Segen des Loslassen usw. Es gibt viele wundervolle Themen, die uns glücklich, klar und frei machen und unser Wachstum unterstützen, wenn wir darüber tief nachdenken. Dieses zweite Stadium wird einfacher, wenn der Wurzelgrund unseres Charakters sich mehr und mehr lichtet. Das erste Stadium ist die natürliche Voraussetzung. Das zweite ist die Tür zum Samadhi (innen stillstehen, gestilltes Wünschen, Einschmelzen des Herzens), wo das Bewusstsein auf inneres Glück gerichtet ist und kein Bewusstsein mehr in den Sinnen ist.
Das dritte Stadium ist Samadhi, die Einigkeit des Herzens. Der Wurzelgrund ist aufgeräumt, von dort schießen keine reaktiven Gedanken mehr hoch, keine Sorgen, keine Abneigungen, keine Widerstände. Ja, hier hört Denken auf (!) - jedoch nicht durch Kontrolle sondern als ein reines Ergebnis davon, die Ursache der Gedanken herausgeworfen zu haben. Wie du dir vorstellen kannst, ist dies eine Reise und nicht erreichbar durch einen schnellen Gedanken oder eine Einsicht.

Wir werden zwei oder drei mal pro Tag meditieren.